Fair Future – Der Ökologische Fußabdruck

Wie wollt ihr in Zukunft leben?

fair futureUm Gedankenanstöße für eine ökologische, gesunde und nachhaltige Lebensweise zu geben, fand am 01.07.13 an der Reiffenstuel Realschule ein Vortrag von Multivision e. V. zum Thema „Ökologischer Fußabdruck“ statt.

Der ökologische Fußabdruck beschreibt die Fläche, die benötigt wird, um alle Rohstoffe zur Verfügung zu stellen, die ein Mensch für Ernährung, Wohnen, Konsum, Energiebedarf etc. verbraucht. Hinzu kommen die Flächen, um Rückstände wie Kohlenstoffdioxid aus der Verbrennung fossiler Energie aufzunehmen und umzuwandeln.Mit beeindruckenden Filmaufnahmen und Bildern, zugeschnitten jeweils auf die Jahrgangsstufen 9/10, 7/8 und 5/6, wurde den Schülern plastisch dargestellt, dass eine einzige Erde bei gleichbleibendem Konsumverhalten der westlichen Industriestaaten nicht reichen wird. „Wenn alle Erdbewohner den gleichen Fußabdruck hätten wie wir in Europa, bräuchte man drei Erden“, so erklärte der Moderator Herr Stefan Simonis die momentane Situation.


Zur Zeit nehmen 25 Prozent der Menschen 75 Prozent der Ressourcen in Anspruch. Die Industriestaaten leben dabei im Überfluss zu Lasten der ärmeren Nationen. Beim Verbrauch der Ressourcen entfallen 18 Prozent auf den Konsum, 25 Prozent auf Wohnen, 22 auf Mobilität und 35 Prozent auf Ernährung.

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In Deutschland werden im Jahr pro Kopf 90 kg Fleisch und Fleischprodukte verspeist, hinzu kommen noch 120 kg Milch und Milchprodukte. Dabei haben tierische Produkte einen weitaus größeren ökologischen Fußabdruck als pflanzliche Produkte. Landwirtschaftlich bioproduktive Fläche muss dafür zusätzlich noch „verbraucht“ werden, um Futtermittel für die Tiere zu produzieren.


Biosprit ist ein weiterer Faktor, der bioproduktive Flächen belegt. Der Biospritboom hat dafür gesorgt, dass sich große Landstriche in Deutschland in Mais-Monokulturen verwandelt haben.


Die Multivisionsshow stellte nicht einen erhobenen Zeigefinger dar, der ein schlechtes Gewissen verursachen soll, sondern versuchte die Sinne für die eigene Lebensweise zu schärfen. Mit Fakten die belegen, dass sich am Konsumverhalten etwas ändern muss, weil wir über unsere „Verhältnisse“ leben, weil die Ressourcen eines Tages erschöpft sein werden.  Der Vortrag zeigte auch Ideen und Möglichkeiten den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern. Z. B. Konsum- und Ernährungsgewohnheiten überdenken, bewusst Nahrungsmittel kaufen, regionale und saisonale Erzeugnisse, erneuerbare Energien fördern und nutzen. Den Handel mit „Fair Trade“-Produkten (den Produzenten werden feste Mindestpreise gezahlt, dadurch ohne Kinderarbeit hergestellt, Lebensmittel ohne genmanipulierte Saat) unterstützen. Handlungsspielräume, die von unseren Schülerinnen und Schülern für eine nachhaltige Gestaltung ihrer Zukunft genutzt werden sollen.


Auch die Sparkasse trug zum Gelingen dieser Veranstaltung bei, denn durch eine Spende konnte der Unkostenbetrag pro Schüler um einen Euro gesenkt werden. Herzlichen Dank hierfür.


Weitere Informationen finden Sie unter:

  • www.fairfuture.net
  • www.multivision.info
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  • www.twitter.com/FairFuture_net
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Ch. Gigla

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