Es ist eine Schande, seit Stunden, Tagen, Wochen regnet es nun. Die Wiesen stehen unter Wasser und die Straßen sind voller Matsch. Stetig prasselt der Regen hinab auf die Welt und füllt die Gewässer. Der Fluss ist nun braun, er reißt alles mit, egal ob Holz, Pflanze oder Tier.

Nun sticht das strahlend frische Grün der Bäume aus der grauen, langweiligen und nassen Landschaft heraus. Die warmen, freundlichen Strahlen der Sonne sind verschwunden, werden vermisst. Der Regen vertreibt Gerüche, die Gerüche von Essen, Blumen und die weniger guten Gerüche. Doch er bringt auch neue Gerüche. Es riecht nun nach morschem Holz, nassem Hund, Beerlauch, Pilzen und Teer. Alles ist feucht, die Leute pressen sich in die überfüllten, vor dem Regen schützenden Bushäuschen. Einsame Personen gehen mit ihren Regenschirmen neben der Straße, fluchen, wenn ein Auto sie mit dem dreckigen Pfützenwasser bespritzt. Im Fluss sind die letzen großen Steine verschwunden. Die Eier einer Ente schwimmen samt ihrem Nest fort, ein Kätzchen wird maunzend fortgespült. Der Regen lockert die Erde, ein Erdrutsch verschüttet die Straße.

Doch dann, nach etlicher Zeit, bricht ein mutiger, einsamer, hoffnungsvoller Lichtstrahl durch die Wolkendecke. Die Menschen atmen auf, wie ein leuchtender Engel steigt der Strahl hinab und erleuchtet die graue Welt, trocknet das Feuchte weg. Ihm werden viele folgen. So viele kommen nach, bis schließlich die Wolken verschwunden sind und die Sonne wieder strahlt. Die Menschen jubeln, doch wie lange? Denn jetzt folgt eine trockene Zeit.

Auch sie wird wieder Positives und Negatives bringen und die Leute werden sich Regen wünschen. Doch wenn er wiederkommt und mit einer Regenzeit der Erde wieder Wasser bringt, um die Trockenheit wieder fortzuspülen, dann werden die Menschen wieder jammern. Er hat`s halt nicht leicht, der Regen.

 

Vinzenz Klauser, Klasse 7e

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