Die Soleleitung in Traunstein

Ein Projekt der Klasse 9 A im Geschichtsunterricht

Salzbergwerk 9AWer verbirgt sich eigentlich hinter dem Namen Reiffenstuel, der ein Teil unseres Schulnamens ist? Diese Frage stellte sich die Klasse 9A. Gemeinsam mit ihrer Geschichtslehrerin, Frau Bolsinger, gingen die Schülerinnen und Schüler dieser Frage nach und führten ein fast dreiwöchiges Projekt zum Thema „Die Soleleitung in Traunstein“ durch.

Es war nämlich Hans Reiffenstuel, der die Soleleitung im 17. Jahrhundert, zusammen mit seinem Sohn Simon, erbaute. Dadurch verhalf er Traunstein zu einem großen wirtschaftlichen Aufschwung, der über viele Jahrhunderte hinweg die Stadt zu einem wichtigen Salzhandelspunkt in Süddeutschland machte.

 

Zu Beginn des Projekts gingen wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9A, mit unserem Stadtführer, Herr Knott, auf Spurensuche nach heute verbliebenen Schauplätzen in der Stadt. Herr Knott entführte uns mit seinem umfassenden Wissen in die Zeit des Salzhandels. An mehreren Stationen erfuhren wir etwas über die Bedeutung Traunsteins im Salzhandel, die Handelswege zu jener Zeit, zur Entstehung der Saline in der Au und natürlich zu Hans und Simon Reiffenstuel und ihrer grandiosen technischen Leistung mit der Soleleitung. Trotz der niedrigen Temperaturen lauschten wir interessiert den spannend erzählten Geschichten von Herrn Knott und dokumentierten mit Kameras die noch heute sichtbaren Zeugen der Zeit. Den Abschluss der Stadtführung bildete das Heimathaus Traunsteins, in welchem sich ein großes Modell der einstigen Salinenstadt und einige Ausstellungsstücke zum Thema befinden.

In mehreren Gruppenarbeitsphasen hieß es nun, die gehörten Informationen zu ordnen und zu verschriftlichen. Durch viel Eigeninitiative in unserer Freizeit und einer ausgewählten Bibliothek, die uns von unserer Lehrkraft zur Verfügung gestellt wurde, ergänzten wir die bisher gesammelten Fakten und somit unser Wissen.

Um zu erfahren, woher das Salz eigentlich stammt und sogar noch heute „abgebaut“ wird, fuhren wir gemeinsam mit der Klasse 9B ins Salzbergwerk nach Berchtesgaden. Dort erforschten wir das „weiße Gold“ in einem Salzlabor. Es konnten Experimente zur Gefrierpunktabsenkung, zur Leitfähigkeit sowie zum Wasserentzug durch Salz durchgeführt werden. Auch wenn das Salzlabor im Nachhinein eher für jüngere Schüler geeignet wäre, blieb der Spaßfaktor auch hier nicht aus. Richtig amüsant wurde es aber, als die gesamte Klasse in Schutzanzüge für die Bergwerksführung gesteckt wurde. So ein Klassenfoto hat schließlich nicht jeder!

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Mit der Grubenbahn ging es daraufhin 100 Meter in den Berg hinein. Unter Tage erhielten wir eine Führung durch den Stollen und erlebten anhand einer Lasershow, wie ein solcher Hohlraum mit Wasser befüllt wird, um die Sole zu gewinnen. Auch wurden uns die alten und neuen Bohrmaschinen gezeigt, mit denen die Stollen und Hohlräume anfangs entstehen. Zwischendurch naschte der ein oder andere mal kurz an der Wand, die sehr salzhaltig schmeckte. Nach einem Film über den Abbau von Salz und dem gesamten Stollensystem in Berchtesgaden fuhren wir mit einem Boot über einen unterirdischen Salzsee. Auch hier erhielten wir die Gelegenheit zu probieren, aber pure Sole ist dann doch nicht jedermanns Sache. Das absolute Highlight des Tages waren aber die beiden Holzrutschen, mit denen es immer ein Stockwerk tiefer ging. Am Ende fuhren wir wieder mit der Grubenbahn ans Tageslicht, welches nach der einstündigen Dunkelheit sehr blendete.

Schließlich konnten wir unsere gesammelten Erkenntnisse an einem Projekttag zusammentragen und auf Plakaten festhalten. Auch wenn hierbei gearbeitet wurde, hatten wir insgesamt viel Spaß dabei und konnten uns den Bauch mit allerlei Leckereien vollschlagen. So könnte Unterricht immer aussehen!

Den krönenden Abschluss stellte unsere Ausstellung in der Aula dar. Eingestimmt durch die Schulband und einer Tanzeinlage, begrüßten Herr Gigla und Frau Bolsinger unsere zahlreich erschienenen Eltern und Lehrer. Drei von uns stellten unser Projekt den Gästen vor und eröffneten somit unsere Ausstellung. Neben den schön gestalteten Plakaten konnte jeder von uns mit seinem Wissen über die verschiedenen Themenbereiche der Soleleitung glänzen. Schüler der 10. Klasse boten den Gästen einen kleinen Sektempfang. Es war ein sehr schöner und gelungener Abend und somit auch Ausklang des Projektes.

Es wäre schön, wenn man den Unterricht öfter mit einer solch abwechslungsreichen Projektgestaltung und mit Exkursionen auffrischen könnte! Uns hat es auf jeden Fall viel Spaß bereitet!

Die gestaltete Plakate:

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