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KESCH (Kooperation Elternhaus-Schule) in der Praxis:

Die Klasse 6 B auf den Spuren der Wasserkraft im Stadtgebiet Traunstein

20141024 082543Als gemeinsames Ziel aller Mitglieder der Schulfamilie steht die Bildung der Jugendlichen im Vordergrund unseres Handelns. Um dieses Ziel zu realisieren, sollten Elternhaus und Schule zusammenarbeiten und sich als Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess begreifen.

Eine Exkursion der Klasse 6 B, die im Oktober 2014 stattfand, kann als konkretes Beispiel dafür dienen, wie sich eine Bildungs- und Erziehungspart-nerschaft in der Praxis umsetzen lässt.

Zur Vorgeschichte: Beim Elternabend Anfang Oktober 2014 überlegten die Eltern der Jungen meiner 6B zusammen mit mir als Klassleiterin, wie sich Unterricht außerhalb des Klassenzimmers sinnvoll gestalten ließe. Einer von mehreren konstruktiven Vorschlägen kam von Herrn Unterreitmeier, Inhaber des Traunsteiner Ingenieurbüros aquasoli (http://www.aquasoli.eu): Er könne für die Klasse den Besuch von Wasserkraftanlagen in Traunstein organisieren, um den Schülern Einblicke in die Energiegewinnung vor Ort zu ermöglichen – ein überaus aktuelles Thema, das zudem für jeden Einzelnen wie für unsere Gesellschaft insgesamt zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen wird. Nach der zustimmenden Reaktion aller am Elternabend Beteiligten ließ sich die Idee noch vor den Herbstferien in die Tat umsetzen.

Die Exkursion: Am 24. Oktober machten wir uns gleich in der Früh auf den Weg zum sog. Unterwerk I der Stadtwerke Traunstein, begleitet von Herrn Unterreitmeier, der sich den ganzen Vormittag für uns Zeit nahm und während der Wanderung immer wieder etwas zu erneuerbaren Energien, Wasserkraft und Ökologie erklärte. Passend zu unserem Exkursionsthema „Wasserkraft“ führte die Traun aufgrund der starken Regenfälle der vorangegangenen Tage Hochwasser, wie wir bei unserer Wanderung am Fluss entlang und bei unserem ersten kurzen Halt am Viadukt beeindruckt beobachten konnten. Im Unterwerk I empfing uns der Werksmeister Hans Wimmer und zeigte uns die Anlage. Da die Wasserkraftanlagen an Stadtbach und Mühlbach wegen Wartungs-arbeiten nicht in Betrieb waren, hatten wir die Möglichkeit in der Kraftwerkskammer die Turbinen zu besichtigen. Das hat vor uns noch keine Klasse erleben können – ein toller Zufall! Herr Wimmer erklärte uns, wie die Turbinen funktionieren und erzählte uns viel über Generatoren und Antriebsarten. Außerdem erfuhren wir, dass der Rechen ein wichtiger Teil der Anlage ist, weil er Laub und sonstigen Dreck von der Turbine fernhält. Besonders interessant war auch das kleine Strommuseum im Unterwerk I, das eine Klasse des Chiemgau Gymnasiums im Jahr 2012 dort eingerichtet hat. Im An-schluss gingen wir entlang der Traun flussaufwärts, um das zweite Kraftwerk - das Wasserkraftwerk am Triftweg, welches ebenfalls von den Stadtwerken Traunstein be-trieben wird - zu besichtigen. Dieses befindet sich am Anfang des Mühlbachs, dort, wo früher das Traunsteiner Wehr war. Das Wasser des Mühlbachs fließt durch die Anlage hindurch und eine Turbine erzeugt die Energie, durch die etwa 200 Traunsteiner Haushalte mit Strom versorgt werden, wie uns Herr Wimmer erklärte. Auf Höhe des Triftwegs konnten wir außerdem noch eine Sohlrampe sehen, die das Wandern bzw. Aufsteigen von Fischen ermöglicht. Danach wanderten wir weiter bis zur Gfaller Mühle in Haslach, die von zwei Wasserkraftwerken mit Energie versorgt wird. Eine sog. Francis-Turbine wurde bereits im Jahr 1937 eingebaut, jedoch immer wieder moderni-siert, und vor zwei Jahren wurde dazu eine neue Turbinenanlage in Betrieb genommen, wie uns der Seniorchef Hans Gfaller erklärte. Zum Abschluss dieses informativen, aber auch anstrengenden Vormittags spendierte Herr Unterreitmeier uns allen noch eine Leberkässemmel, was bei den Schülern ebenso große Begeisterung hervorrief wie die per Telefon eingeholte Zustimmung unseres Schulleiters Herrn Kaspar, dass wir den letzten Schultag vor den Ferien schon um 12 Uhr beenden durften.

Die Nachwirkungen: Dieser Vormittag war für die Schüler etwas ganz Besonderes, wie ihr schriftlich eingeholtes Feedback zeigte. Es beeindruckte sie, dass sich gleich drei „Profis“ eigens für sie Zeit nahmen, und es motivierte sie, dass sie genau dort etwas über Energiegewinnung erfuhren, wo die Energie tatsächlich erzeugt wird. Als Fazit soll ein Schülerwort dienen: „Wir hatten keine Schule und haben trotzdem viel gelernt!“ Ermöglicht wurde dieses nachhaltige Lernerlebnis durch eine Kooperation von Eltern und Lehrkräften, die als Partner zusammenarbeiteten.

20141024 082543 Werksmeister Hans Wimmer, ein langjähriger Mitarbeiter der Stadtwerke Traunstein,
die das Wasserkraftwerk Unterwerk I
betreiben, erklärte den Schülern auch etwas
über die Geschichte
der Energiegewinnung an Stadt- und Mühlbach in Traunstein.
So erfuhren sie, dass an dieser Stelle bereits im Jahr 1896 die erste Turbine eingebaut
worden war. Die Turbine im rechten Bild
stammt allerdings aus den 1980er Jahren.
Auch die begleitenden
Lehrkräfte Frau Jetz und Frau Schemmer konnten bei den
interessanten
Ausführungen noch viel lernen!

20141024 082713


Das Wasserkraftwerk der Stadtwerke Traunstein am Triftweg
wandelt die Energie des Wassers des Mühlbachs in elektrische Energie um,
also in Strom. Damit wird die Wasserkraft für den Menschen nutzbar gemacht.
Werksmeister Hans Wimmer zeigt den Schülern der 6B die moderne Turbine
des Kraftwerks. Im Hintergrund ist der aufgrund der starken Regenfälle
extrem hohe Wasserstand der Traun zu erkennen.
20141024 105902 Seit 1992 betreibt Müllermeister Hans Gfaller die Gfaller Mühle in Haslach.
Der Mühlenstandort der heu-tigen Kunstmühle besteht seit knapp 1000 Jahren,
die Mühle selbst wurde im Jahr 1413 zum ersten Mal urkundlich erwähnt (<http://www.gfaller-mehl.de/>).
Bernhard Unterreitmeier, Inhaber des Traunsteiner Ingenieurbüros aquasoli
und Vater eines Schülers aus der Klasse 6B der Reiffenstuel-Realschule, erklärt
den Schülern die Funktionsweise der Mühlenanlage.

 

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